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Schulterblick

Besonderer Urlaub

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Auch bei uns »erholen« sich derzeit viele Mitarbeitende. Dabei unterscheiden sich nicht nur die Urlaubsziele, sondern auch die Art des Urlaubs. So gibt es z. B. für vier Kolleg*innen dieser Tage Sonderurlaub. Was es damit auf sich hat, warum es gar nicht Sonderurlaub heißt und wie die vier Engagement, Ehrenamt und Erholung in Einklang bringen, erzählen wir euch gern.

Mehr als Arbeit

Wir legen sehr viel wert darauf, dass sich unsere Mitarbeitenden wohlfühlen. Und dazu gehört auch, dass jede*r sein*ihr freiwilliges Engagement neben der Arbeit fortführen kann. Vor allem, wenn es um Kinder- und Jugendarbeit oder ehrenamtliche Projekte zum Thema Sport und Demokratie geht.

So haben z. B. Selina, Timon, Lukas und Rune dieses Jahr »Sonderurlaub« genommen.

Selina hat 2006 selbst als Wölfling bei den Pfadfinder*innen angefangen und ist seit 2015 in der Leitung.
Selina hat 2006 selbst als Wölfling bei den Pfadfinder*innen angefangen und ist seit 2015 in der Leitung.
Timon ist seit 2011 ehrenamtlich aktiv, zurzeit im Zeltlager Neukirchen.
Timon ist seit 2011 ehrenamtlich aktiv, zurzeit im Zeltlager Neukirchen.
Lukas engagiert sich seit mehr als zehn Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit im Zeltlager Weseby des Kreissportverbandes Sl-Fl.
Lukas engagiert sich seit mehr als zehn Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit im Zeltlager Weseby des Kreissportverbandes Sl-Fl.
Auch Rune ist für die gute Sache im Einsatz und unterstützt seit 2011 die Jugendarbeit in verschiedenen Zeltlagern.
Auch Rune ist für die gute Sache im Einsatz und unterstützt seit 2011 die Jugendarbeit in verschiedenen Zeltlagern.

Erstattung des Verdienstausfalls

Genau für diese Art von Aktivitäten wird der leicht irreführende Begriff »Sonderurlaub« (bis zu zwölf Tage im Jahr) benutzt. Selina, die einmal im Jahr ein mehrtägiges Sommerlager für Pfadfinder*innen ab 8 Jahren mitleitet, erklärt: »Die Beauftragte bei mir im Kreis legt sehr viel Wert darauf, dass dies auf keinen Fall Sonderurlaub genannt wird, sondern »Antrag auf Erstattung von Verdienstausfall nach § 2 der Landesverordnung‹.«

Also lieber nochmal ganz genau: Das Land erstattet den durch die Freistellung entstandenen Verdienstausfall, wenn eine Person eine Maßnahme ehrenamtlich begleitet. Das Geld wird nach Beendigung der Maßnahme an die Arbeitgebenden ausgezahlt. Der*die Ehrenamtliche ist von der Arbeit freigestellt und bekommt trotzdem Gehalt. Grundsätzlich kann eine solche »Freistellung für ehrenamtliche Mitarbeit in der Jugendarbeit« jede*r, beantragen, der*die

  • mindestens 16 Jahre alt ist
  • sich in einem Arbeitsverhältnis bzw. in einer Berufsausbildung befindet 
  • im Besitz einer gültigen Juleica ist (oder die Maßnahme dem Erwerb der Juleica dient)

Arbeitnehmer*innen haben einen rechtlichen Anspruch auf diese Freistellung.

Win-Win

Dass ein solchermaßen gefördertes Engagement weit über das Sammeln von Karma-Punkten hinausgeht, bestätigt Lukas, der mehrwöchige Sommerzeltlager mit 130 Kindern und 40 Teamleiter*innen absolviert hat: »Zusammen mit vielen Gleichgesinnten abseits der Zivilisation etwas auf die Beine zu stellen, das einer Menge Kinder eine gute und prägende Zeit ermöglicht, macht einfach Freude.«

Win-Win-Win

»Der Kreisjugendring Schleswig-Flensburg und seine Mitgliedsvereine sind auf das Engagement von ehrenamtlichen Betreuer*innen und Gruppenleitungen angewiesen. Wir freuen uns sehr darüber, dass zahlreiche Firmen die ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit so unkompliziert unterstützen. Alleine in den Sommermonaten fahren im Kreis Schleswig-Flensburg über 2.000 Kinder- und Jugendliche in unterschiedlichste Ferienfreizeiten. Dies wäre ohne das entgegenkommen der Firmen, dem Engagement der Mitarbeitenden und dem Verdienstausfall nicht möglich. Auch die Arbeit in den unterschiedlichsten Maßnahmen profitiert von den Erfahrungen und dem Know How, welches die Engagierten aus ihrem beruflichen Kontext in die ehrenamtliche Arbeit einbringen. Vielen Dank für diese Win-Win-Win Situation. Vielen Dank für eure Unterstützung.«

Phillip Hoffmann, Bildungsreferent Kreisjugendring Schleswig-Flensburg e. V.

Aus Erfahrung gut

Auch Timon kann bestätigen in welch vielfältiger Weise solche Erfahrungen prägen: »Ich war als Kind oft im Zeltlager in Neukirchen und hatte immer so eine großartige Zeit, dass ich das Kindern und Jugendlichen zurückgeben wollte. Außerdem lernt man dort vieles, was sich nicht nur positiv auf die Arbeit auswirkt, sondern auf alle Bereiche des Lebens: Entscheidungen finden in größeren Gruppen, vor Leuten sprechen, mit vielen Leuten über einen längeren Zeitraum auf begrenztem Raum auskommen, einfach mal nicht an den Alltag und die Welt außerhalb des Zeltlagers denken, bessere Wahrnehmung für das eigene Handeln und wie es sich auf andere auswirkt und wahrscheinlich noch 1.000 Dinge mehr.«

Ehrensache

Für visuellverstehen ist die unkomplizierte Handhabung mit solchen, für die Gesellschaft enorm wichtigen, Themen selbstverständlich. Wir sind darüberhinaus fest davon überzeugt, dass ehrenamtliches Engagement auch für das berufliche Handeln wertvoll ist. Auch der Ursprung von visuellverstehen basiert auf ehrenamtlicher Arbeit.

Mehr über uns und das Team findet sich hier.

Notfallhilfe für Freizeiten

Ausführliche Informationen zu »Sonderurlaub« und weiteren Themen gibt es übrigens auf der von uns kreierten Website »Notfallhilfe für Freizeiten«.

Fotos: Privat, Zeltlager Neukirchen, Zeltlager Weseby und KZL – Danke.

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