Entwicklung und E-Sport

Präzision, Taktik und Teamgeist: Wenn unser Entwickler Philipp Counter-Strike spielt, braucht er dafür ähnliche Fähigkeiten wie bei der Arbeit. Wie er zum E-Sport gekommen ist und welche Parallelen er zwischen dem Hobby und der Entwicklung von Websites und Apps sieht, schauen wir uns in diesem Blogartikel genauer an.

visuellverstehen-Mitarbeiter Philipp sitzt an seinem modernen, hellen Arbeitsplatz in der Agentur und lächelt direkt in die Kamera. Im Hintergrund hängen zwei E-Sport-Trikots an der Wand, ein weiteres liegt neben Philipps Monitor auf dem Schreibtisch. Im Vordergrund ist eine Sporttrinkflasche mit dem Aufdruck ESL zu sehen.
Es begann mit Rennspielen: Übers Gaming kam Philipp zur Anwendungs- und Medieninformatik.

Philipps Berufsweg

Gaming und Entwicklung gingen bei Philipp, der seit 2023 bei uns arbeitet, früh Hand in Hand. „Ich hatte schon immer eine Begeisterung für Videospiele und habe bereits als Teenager Anpassungen am Code vorgenommen, also Modding betrieben“, erzählt er im Gespräch. „Das begann mit Sim Racing-Spielen. Mein Vater kam dann darauf, dass ich das Hobby zum Beruf machen könnte.“

Ein Studium als Spieleentwickler, also? Nein, erst einmal eine solide Basis: Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Das gefiel ihm besser, als er erwartet hatte. „Ich hatte Glück – gleich das Erste, was ich gemacht habe, hat mich begeistert. Da müssen andere viel länger suchen.“

Entwicklung ist nicht gleich Entwicklung

Um seinen Horizont zu erweitern, absolvierte Philipp danach ein Medieninformatikstudium. Hier ging es – neben Film- und Tontechnik – auch um Videospielentwicklung. Für Philipp siegte aber das Bedürfnis nach Sicherheit und humanen Arbeitsbedingungen: „In der Gamingbranche herrscht enormer Leistungsdruck – bei befristeten Verträgen, Überstunden und schlechter Bezahlung.“

Nicht zuletzt wusste Philipp auch: Entwicklung, das kann er (was ihm, neben seinen Abschlüssen, mittlerweile schon zwei TYPO3-Zertifizierungen bestätigen). Doch seine Leidenschaft für Gaming und E-Sport blieb.

Blick über Philipps Schulter auf seine zwei Bildschirme. Während auf dem linken Monitor bunte Codezeilen zu sehen sind, wird auf dem rechten Monitor ein blau erleuchtetes E-Sport-Event in einem Stadium gestreamt.
Philipps Interesse am E-Sport kam auf, als er sich die ersten Meisterschaften ansah.

Eine sportliche Karriere

Philipps Fokus beim Zocken ist der Online-Taktik-Shooter Counter-Strike von Valve. „Ich war 15 oder 16, als mir ein Mitschüler das Spiel – und damit auch gleich den E-Sport-Bereich – zeigte. Im selben Jahr habe ich mir via Stream die ersten Meisterschaften angesehen. Ich fand’s faszinierend, dass da Leute auf einer Bühne sitzen und ihnen zugejubelt wird wie bei einem Fußballspiel. Da war der Funke entfacht.“

Ein Funke namens E-Sport – dem „Wettkampf zwischen Menschen auf der virtuellen Ebene eines Computerspiels“, wie der E-Sport-Bund Deutschland (ESBD, 2024) definiert.

Spielende müssen Controller, Maus und Tastatur exakt und koordiniert bedienen, taktisch denken und unter Druck Entscheidungen treffen können. Auch Kommunikationsgeschick gehört dazu – vor allem, wenn E-Sport nicht als Individualsport, sondern in Teams ausgetragen wird.

Für Philipp stand von Anfang an fest, dass er mit anderen spielen will. „Das ist wie in einem Fußballverein: Man kommt zusammen, um seiner Wettkampfbetätigung nachzugehen.“ Es folgten eine Teamgründung, regelmäßiges Training und erste Freundschaftsspiele. „Und dann hat es sich immer weiterentwickelt.“

Im E-Sport geht es um die körperliche und mentale Beherrschung des Spielgeschehens.

BARMER (2025)

80-Stunden-Woche

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern rief Philipp 2015 eine eigene E-Sport-Organisation ins Leben, komplett mit Vorstand, Betreuung mehrerer Teams und verschiedenen Unterstützungsangeboten für Spielende.

„Wir haben Turniere mit bis zu 50 Teams veranstaltet, dafür Server zur Verfügung gestellt und bei der Turnieranmeldung unterstützt“, erinnert er sich. „Außerdem haben wir Qualifikationssysteme und Endrunden konzipiert. Es hat Spaß gemacht, so etwas zu managen.“

Was als Hobby begann, wuchs sich rasch zu einer Tätigkeit aus, die zu Bestzeiten so viel Alltag in Anspruch nahm wie ein zweiter Vollzeitjob. Heute ist das Pensum geringer, der Ehrgeiz aber derselbe.

Als Captain des Flensburg United-Teams übernimmt Philipp Verantwortung in der Doppelrolle Spieler und Trainer. Er bereitet Trainings vor und vermittelt Strategien. „Es geht darum, uns als Team besser zu machen.“ Damit verbringt er immer noch etwa 20 Stunden die Woche.

visuellverstehen-Mitarbeiter Philipp sitzt an seinem modernen, hellen Arbeitsplatz in der Agentur und lächelt. Im Hintergrund hängen zwei E-Sport-Trikots an der Wand, ein weiteres liegt neben Philipps Monitor auf dem Schreibtisch.
Als Teamcaptain entwickelt Philipp Trainings und Spielstrategien.

Von Highlights und Vorurteilen

Philipp erlebt unterschiedliche Reaktionen, wenn die Sprache auf sein Hobby kommt. „Früher hatten die Leute eine Menge Vorurteile“, erzählt er. Typische Klischees, mit denen Gamer*innen konfrontiert werden, sind zum Beispiel:

  • „Das ist kein Sport.“

  • „Das machen nur Nerds.“

  • „Das macht aggressiv.“

Heute, wo Gaming Einzug in den Mainstream hält und E-Sport-Events Stadien füllen, sei das besser geworden. Stereotype Vorstellungen gebe es aber immer noch. „Meine Eltern dachten auch, das seien nur Ballerspiele. Dann haben sie gemerkt: Hey, Philipp ist gar nicht aggressiver geworden.“ Er lacht. „Jetzt fragen sie nach, wie es läuft.“

Natürlich gebe es Leute, die sich danebenbenehmen. „Aggressive Fans und Spieler*innen hast du bei einem Fußballspiel aber auch.“ Für Philipp war die Szene immer eine Zuflucht – ein Ort, an dem er ganz er selbst sein konnte, ob als Spieler oder Zuschauer.

Und dass es für die Entstehung aggressiven Verhaltens mehr braucht als ein paar Runden Counter-Strike – etwa belastende Lebensumstände oder fehlende Copingmechanismen – habe die Wissenschaft mittlerweile auch erkannt.

Ansteckender Ehrgeiz

Was Philipp am E-Sport so begeistert, sind die Bereiche Taktik und Strategie. „Ich will den Gegner nicht nur umschießen, ich will ihn ausspielen – in Koordination mit meinem Team. Mir macht das mehr Spaß.“ Gemeinsam mit den anderen ein Spiel zu gewinnen, ist für ihn immer eine „unheimlich schöne Erfahrung.“

Eine taktische Kombination

Bei visuellverstehen bringt Philipp seine mehr als zehn Jahre Entwicklungserfahrung in den Bereichen TYPO3 und Statamic ein. Für ihn ist klar, dass sein Hobby und Beruf voneinander profitieren.

„Taktik und logisches Denken brauche ich sowohl bei der Arbeit als auch im Sport. Und dass ich technisches Know-how habe, kommt mir wieder als Gamer zugute. Gerade bei Counter-Strike kann man da einiges optimieren.“

Was ihn im Arbeitsalltag weiterbringt – das hat er schon im Studium erlebt –, ist auch die Verantwortung, die er als Captain seines E-Sport-Teams übernimmt. Kommunizieren können, auf andere achtgeben und Abläufe koordinieren: Das sind Fähigkeiten, die nicht nur im Spiel wichtig sind.

Work-Game-Balance

Nicht zuletzt ist er dankbar für die flexiblen Arbeitszeiten, die er bei visuellverstehen genießt. „Wir hatten schon einmal ein Ligaspiel abends um elf. Da ist es natürlich nett, wenn man am nächsten Tag später starten kann.“

Sein Steamticker zeigt aktuell eine Gesamtspielzeit von 6.280 Counter-Strike-Stunden an – eine stolze Summe. Wir drücken die Daumen für seine weitere Laufbahn und freuen uns, dass er nicht nur Teil von Flensburg-United, sondern auch von visuellverstehen ist.

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