Wie suchen wir heute nach Informationen? Die Antwort auf diese Frage wandelt sich rasant. Neben der klassischen Suchmaschine nutzen immer mehr Menschen große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT, Perplexity oder die in Google integrierten AI Overviews, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Für Unternehmen bringt dies signifikante Veränderungen mit sich: Wer morgen noch online gefunden werden möchte, muss heute verstehen, wie diese KIs arbeiten, lernen und Informationen ausspielen. Warum das Thema auf jede digitale Agenda gehört und wie unser Ansatz dazu aussieht, erklären wir in diesem Beitrag.
Warum es wichtig ist, sich jetzt mit dem Thema zu beschäftigen
KI-Tools generieren ihre Antworten auf Basis gigantischer Datenmengen. Wenn eine Marke, eine Dienstleistung oder ein Produkt in diesem Datenpool nicht klar, konsistent und strukturiert erfasst ist, wird sie von der KI schlichtweg nicht als relevante Lösung vorgeschlagen.
Es reicht nicht mehr aus, eine Website nur mit den richtigen Keywords zu versehen. Die Inhalte müssen so aufbereitet sein, dass eine Maschine sie logisch verknüpfen, inhaltlich tiefgreifend verstehen und als vertrauenswürdige Quelle heranziehen kann. Wer diese Entwicklung ignoriert, überlässt die Antworten auf die Fragen der eigenen Zielgruppe im Zweifel anderen.
Zahlen und Fakten zu KI-Chatbots und Large Language Models (LLMs)
- ChatGPT verzeichnet über 800 Mio. aktive Nutzer pro Woche (1) (Stand: Frühjahr 2026)
- KI-Chatbots wuchsen 2024–2025 um ca. 81 % im Jahresvergleich (2) (Visits)
- 60 % aller Google-Suchen enden ohne Klick durch KI-Zusammenfassungen (3)
- Wenn eine Marke in Googles AI Overview zitiert wird, steigt die organische Klickrate um 35 % (4)
KI als Ergänzung zu Google
Eine oft zitierte Studie von Semrush (2025), die 260 Milliarden Zeilen Clickstream-Daten ausgewertet hat, zeigt: ChatGPT-Nutzung reduziert die Google-Suche nicht. Sie erweitert das Suchverhalten insgesamt (5). Menschen nutzen beide Kanäle, aber für unterschiedliche Aufgaben. Google dominiert bei schnellen Faktenabfragen, lokaler Suche und Shopping. LLMs übernehmen bei komplexen, mehrschichtigen oder erklärungsbedürftigen Fragen.
Für Marketers bedeutet das: Es gibt jetzt mehr digitale Touchpoints zu bespielen. Wer in KI-Antworten nicht auftaucht, verliert Sichtbarkeit in einem der am schnellsten wachsenden Informationskanäle überhaupt. Laut WebFX wächst KI-Traffic derzeit 165-mal schneller als organischer Suchtraffic (6). Mit den AI Overviews hat Google schnell auf diese Entwicklung reagiert.