Coverkünstlerin mit Herz

Grüne Stängel mit rosa Blüten ranken sich aus einem Pflanztopf, rosa Haare ergießen sich wie ein Wasserfall aus einer Wolke, ein Fuß in einem Turnschuh macht einen großen Schritt: Auf Nele Englers Cover für unseren Gemeinwohl-Bericht 23/24 ist einiges in Bewegung. Warum die regionale Künstlerin klare Linien liebt und wie es zu der Zusammenarbeit mit uns kam, berichten wir in diesem Blogartikel.

Die Künstlerin Nele Engler in einem kurzen schwarzen Kleid, liegend in einem pinken Einkaufswagen. Im Hintergrund die historischen Steinwände des Flensburger Käte-Lassen-Hofs. Die Künstlerin lächelt und lässt die Arme über die Einkaufswagenwände hängen. Daneben ist das Kunstwerk abgebildet, das über den Einkaufswagen hinausragt: Die Wolke, aus der die Person emporsteigt, umgeben von Ranken, Haarsträhnen und Blumen.
Foto: Doris Ambrosius

Drei Gemeinwohl-Bilanzierungen haben wir als Unternehmen schon durchlaufen, dreimal konnten wir unser Ergebnis verbessern. Welche Maßnahmen und Erkenntnisse uns weitergebracht haben, teilen wir immer gern – nach der Bilanzierung 19/20 haben wir zum Beispiel ein Magazin zum Thema veröffentlicht, nach der Bilanzierung 21/22 ein Buch über die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) geschrieben und jetzt eine digitale Broschüre verfasst.

Fester Teil dieser medialen Aufbereitung sind bei uns regionale Kunstschaffende, die dadurch, zusätzlich zum Honorar, auch eine Plattform erhalten. Die ansprechende Gestaltung der Fakten erhöht nämlich die Zugänglichkeit und Verständlichkeit des Berichts – wichtig, damit umso mehr Menschen auf die GWÖ neugierig werden.

Diesmal haben wir uns für die Flensburger Künstlerin Nele Engler entschieden, die schon als Schülerin den vierten Platz auf Bundesebene beim Jugendkreativwettbewerb belegt hat.

Unsere GWÖ-Broschüre lesen

Kunst schaffen, Kunst weitergeben

„Dass ich mit diesem Bild die gute Sache unterstütze, war für mich der wichtigste Grund, Ja zu sagen“, erzählt Nele, die in unserem Auftrag das farbenfrohe Cover gestaltet hat.

Sie hat bereits als Kind und Jugendliche viel gezeichnet und aus dem künstlerischem Interesse heraus auch eine Ausbildung zur Tätowiererin abgeschlossen. „Aber visuellverstehen als Unternehmen hat mich ebenfalls inspiriert. Mir war gar nicht klar, dass es hier oben junge Firmen gibt, die sich für Gemeinwohl interessieren und diese Bewegung vorantreiben wollen.“

So helfen wir Unternehmen, sich gemeinwohlorientiert auszurichten

"Gute Dinge, Teil3" und "GWÖ Bericht 2023/24" als weißer Text auf dunkel blauem Grund. Daneben eine Illustration mit einer Person, die einen Pflanztopf in der Hand hält, aus welcher eine Pflanze rankt.
Das von Nele Engler gestaltete Cover unseres dritten GWÖ-Berichts.

Vielseitiges Repertoire

Mit der Arbeit in Flensburger Galerien, Kunstwerken in Hinterhöfen und Restaurants, regelmäßigen Ausstellungen im Wittkielhof in Angeln und ihrer Workshopreihe „artspace: mach mit, mach kunst“ hat Nele den Kulturbereich in Flensburg und Umgebung bereits maßgeblich mitgestaltet.

Neben Tattoos und Illustrationen nutzt sie Fotografie, Druckkunst und installative Arbeiten als kreative Techniken. Markante Linien sowie comic- und graffitiartige Motive, die sich überlagern und umschlingen, sind ihr Markenzeichen. Ihre niedlichen Geister, fellbesetzten Alltagsgegenstände und Luftballontiere begeistern Fans nah und fern.

Aktuell studiert sie Kunst und Darstellendes Spiel auf Lehramt: „Es begeistert mich, jungen Menschen zu zeigen, dass sie sich künstlerisch ausdrücken können. Diese Fähigkeit besitzen wir alle. Jede*r kann eine kunstschaffende Person sein. Aber oft müssen wir dieses Potenzial erst freischaufeln.“

Nele Englers Instagramprofil

Jede*r kann kreativ sein, aber dieses Potenzial muss man oft erst einmal freischaufeln.

Nele Engler

Der kreative Prozess

Das visuellverstehen-GWÖ-Projekt ist Nele mit Leidenschaft und Fingerspitzengefühl zugleich angegangen: „Nachdem wir den Rahmen abgesteckt hatten, begann ich gleich auf einer Zugfahrt mit händischen Skizzen. Dank Tablet kann ich ja überall arbeiten. Zeit und Inspiration müssen aber auch da sein. Da hat bei diesem Projekt alles gepasst.“

Mosaikartig fügte sie Skizzen zusammen, tauschte sich mit anderen aus, überarbeitete. „Es gab verschiedene Stadien.“ Wichtig war ihr, dass das Motiv von Weitem erkennbar ist und Betrachtende nicht überfordert – ein Grund, auf ihre charakteristische Linienführung zurückzugreifen. „Es ist auch eine Form von Minimalismus, wenn die Strichstärke nicht variiert. Das macht das Kunstwerk klar und zugänglich.“

FLINTA*-Power-Bild

Außerdem wollte sie ein feministisches Statement für Vielfalt setzen und zeichnete daher eine weibliche Person of Colour. Der Auftrag war für sie mit einer Verantwortung verbunden, der sie gerecht werden wollte: „Es soll ja nicht nur gefallen, sondern auch Inhalt transportieren.“

Den freien Schaffensprozess genoss sie sehr. „Bei Ausstellungen muss ich darüber nachdenken, welches Thema vorgegeben ist und was sich verkaufen lässt. Beim Tätowieren geht’s um die Person, die sich das Tattoo wünscht. Hier konnte ich mich frei ausleben und voll mit dem Projekt identifizieren. Ich konnte meine eigene Interpretation dazugeben und bin stolz darauf.“

Ich wollte die Chance für Denkanstöße nutzen.

Nele Engler

Eine Pflanze, die Pflege braucht

Für sie ist die GWÖ vergleichbar mit einer anfangs zarten Pflanze, die Pflege braucht, um zu wachsen. „Es beginnt als kleine Handlung und wächst dann vielleicht sogar über dich hinaus.“

So hält die dargestellte Figur den Pflanztopf schützend in die Höhe, während sie aus einer Wolke steigt. Die freie Hand ist zum High Five ausgestreckt – ein Symbol für kollegiale Zusammenarbeit und Erfolg.

Mit der Person steigen Worte aus der Wolke auf: fair, transparent, gemeinsam und solidarisch. Es sind Worte, die die GWÖ beschreiben, sie passen aber auch zu Nele Englers künstlerischem Weg.

Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit und freuen uns über ihr tolles Cover, das nicht nur auf der Broschüre abgebildet ist, sondern uns auch als Poster hier in der Agentur inspiriert!

Wichtige Infos transparent vermitteln

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Partnerschaften und Auszeichnungen

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