Green Claims: Neue Regeln für die Nachhaltigkeitskommunikation

Ehrlichkeit währt am längsten – und ab dem 27. September 2026 wird sie sogar zur gesetzlichen Pflicht. Mit einer neuen Richtlinie geht die EU vermehrt gegen Greenwashing vor, indem vage Versprechungen durch Fakten ersetzt werden müssen. Das begrüßen wir ausdrücklich. Was das für Ihre Brands, Websites und Kampagnen bedeutet, erfahren Sie hier.

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Neue Ära der Klarheit: Was sich ändert

Als Unternehmen, das bereits seit 2020 regelmäßig einen Gemeinwohl-Bericht veröffentlicht, wissen wir: Radikale Transparenz zahlt sich auf vielen Ebenen aus. Neue Richtlinien der EU sollen nun dafür sorgen, dass Kund*innen nicht durch schmeichelhafte Formulierungen getäuscht und in ihren Entscheidungen beeinflusst werden. Im Kern stehen dabei drei kommunikative Säulen.

1. Das Ende der Wohlfühl-Floskeln

Begriffe wie „umweltfreundlich“, „grün“ oder „ökologisch“ wandern auf den Index.

  • Die Regel: Allgemeine Aussagen sind nur noch erlaubt, wenn eine nachweisbare Spitzenleistung (z. B. EU-Umweltzeichen oder Energieklasse A) vorliegt.

  • Besser noch: Vermeiden Sie grundsätzlich allgemeine Aussagen. Seien Sie so konkret wie möglich: Beispielsweise „Energieklasse A“ statt „umweltfreundlich“.

  • Wie wir Sie unterstützen: In unseren Nachhaltigkeitsworkshops analysieren wir gemeinsam Ihre individuellen Potenziale und übersetzen vage Claims in belastbare Aussagen. Wir nutzen Daten, um echte Geschichten zu erzählen.

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2. Der Abschied vom „Ablasshandel“

Aussagen, die lediglich auf Kompensation (Offsetting) beruhen, sind künftig unzulässig. Begriffe wie „klimaneutral“ dürfen nur fallen, wenn sie sich auf reale Reduktionen im Produktlebenszyklus beziehen.

  • Unsere Haltung: Wir bei visuellverstehen sind selbst seit 2021 ein klimakompensiertes Unternehmen und Mitglied im Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW). Wir wissen aber auch: Kompensation ist nur der letzte Schritt. Der Fokus sollte auf Reduzierung und Vermeidung liegen.

3. Transparenz bei Siegeln und Berichten

Ein bunter Wald aus Fantasie-Logos reicht nicht mehr aus; zukünftig müssen Siegel auf zertifizierten Systemen basieren.

  • Hier setzen wir gemeinsam an: Wir begleiten Sie strategisch bei der Einbindung anerkannter Standards und entwickeln die passenden digitalen Formate, um Ihre Zertifikate, Kennzahlen und Reports transparent auf Ihrer Website darzustellen.

Eingang eines Waldstückes mit Laubbäumen. Auf dem Weg sieht man eine Frau und einen Mann sich vom Eingang entfernen.
Teammitglieder von visuellverstehen blättern durch eine Zeitschrift über ethische Finanzen. Gerade ist eine Seite aufgeschlagen, auf der Nachhaltig Agieren steht.

Über die Richtlinien hinaus: Strategische Tipps für echte Wirkung

Gesetze bilden das Fundament, doch Vertrauen baut sich erst durch eine klare Haltung auf. Laut Studien(1) wünschen sich fast 90 % der Verbraucher*innen, dass Unternehmen nachhaltiger wirtschaften. So gelingt Ihnen der Transfer:

Mut zur Lücke (und zur Wahrheit)

Niemand ist zu 100 % nachhaltig. Kommunizieren Sie nicht nur Erfolge, sondern auch die Herausforderungen auf Ihrem Weg. Ein Unternehmen, das offen zugibt: „Wir arbeiten bei der Logistik noch an Lösung Y“, wirkt weitaus glaubwürdiger. Diese Form der Ehrlichkeit ist zudem die Basis einer starken Employer Brand.

Daten visualisieren statt Adjektive stapeln

Gehaltvolle Kommunikation braucht messbare Fakten. Indem wir Daten visualisieren, statt sie in allgemeinen Formulierungen zu verstecken, machen wir Ihre Erfolge für den Betrachter sofort greifbar und glaubwürdig. Als moderne Digitalagentur verbinden wir diese Transparenz mit technischer Effizienz: Wir optimieren unsere interaktiven Grafiken nach Green UX-Prinzipien: Durch schlanken Code und datenreduzierte Assets senken wir den Energieverbrauch Ihrer Website messbar. Barrierefreiheit und ein minimierter ökologischer Fußabdruck sind für uns der Standard für echte soziale und digitale Verantwortung.

Ganzheitlich denken: Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)

In unserer Nachhaltigkeitsberatung blicken wir tiefer als auf den klassischen CO₂-Fußabdruck: Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sind ebenso wichtige Pfeiler. Welcher Rahmen am besten zu Ihrer Kultur und Ihren Zielen passt, evaluieren wir gemeinsam. Ganz gleich ob ein stark werteorientiertes Modell wie die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) oder andere anerkannte Nachhaltigkeitsberichte: Wir begleiten Sie verlässlich von der ersten Potenzialanalyse bis zur erfolgreichen Bilanzierung.

Fazit: Alles wird konkreter

Die neue EU-Richtlinie zwingt uns alle dazu, etwas tiefer zu graben. Das ist eine gute Nachricht. Denn echte Nachhaltigkeitskommunikation stärkt die Bindung zu Ihren Kund*innen, motiviert Ihre Mitarbeitenden und hebt Ihr Unternehmen erfolgreich von den Marktbegleitern ab.

  • Vermeiden Sie pauschale Claims: Keine Worthülsen ohne Belege.

  • Setzen Sie auf Expert*innen: Nutzen Sie unser Know-How in Sachen Nachhaltigkeitskommunikation.

  • Werden Sie konkret: Zeigen Sie Ihren Impact schwarz auf weiß oder bunt auf Screen.

Mehr über Nachhaltigkeitskommunikation

Betonskulptur des Wappens von FC St. Pauli auf einem von Bäumen umgebenen Platz, aus der Nähe fotografiert.

Das gute Beispiel

Wir haben den Profi-Fußballclub FC St. Pauli dabei unterstützt, die Erkenntnisse aus seiner ersten Gemeinwohl-Bilanzierung auf kommende Nachhaltigkeitsberichts-Standards zu übertragen.

Case ansehen

(1)Quelle: Studie „Nachhaltigkeit im Fokus“, Rothmund Insights, Februar 2021.

Weitere Insights

Partnerschaften und Auszeichnungen

  • Bilanziert
  • Überdurchschnittlich
  • Veröffentlicht
  • Mitglied
  • Klimakompensiert
  • Mitglied
  • Official
  • Official
  • Integrativ
  • Kooperation